MAFA plant dieses Jahr den höchsten Umsatz der Firmengeschichte

Interview: Konrad Grimm, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Alfing Kessler GmbH, über die Zukunftsaussichten und Herausforderungen des Traditionsbetriebs

Interview: Konrad Grimm, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Alfing Kessler GmbH, über die Zukunftsaussichten und Herausforderungen des Traditionsbetriebs

Wer ist Alfing und wie kam es zu diesem Namen?
Konrad Grimm: Der Name Alfing ist ein bekannter Name und gleichzeitig ein wichtiger Brand, den sowohl die Region wie aber auch die weltweiten Geschäftspartner mit uns verbinden. Karl Kessler hat im Jahre 1911 die Firma in Wasseralfingen mit dem Namen Maschinenfabrik Alfing GmbH und dem Geschäftszweck „Herstellung von Maschinen und Apparaten irgendwelcher Art“ gegründet. Weitere Unternehmensgründungen mit dem Namensbestandteil „Alfing“ sind die Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH „AKS“ (gegr. 1938) und die Alfing Montagetechnik GmbH „AMT“(gegr. 1981). Bei diesen handelt es sich allerdings um bis heute eigenständige und unabhängige Firmen. Alfing ist deshalb keine korrekte Firmenbezeichnung, auch wenn diese häufig mit der Maschinenfabrik Alfing Kessler „MAFA“ verbunden wird.

Woher kommen das Umsatzwachstum und die positive Zukunftsaussicht?
Konrad Grimm: Seit über 2 Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit der Transformation, mit neuen Produkten und Märkten. Mit zahlreichen Aktivitäten konnten wir bereits vielversprechende zukunftsorientierte Geschäftsmodelle entwickeln. Mit unseren verschiedenen Produkten in den vielfältigsten Geschäftsfeldern sehen wir ein großes Wachstumspotenzial, das weit über dem Umsatzniveau liegen kann, welches wir aktuell erzielen. In unserem bisherigen Kerngeschäft konnten wir weitere nennenswerte Marktanteile im internationalen Wettbewerb gewinnen. Im laufenden Geschäftsjahr planen wir einen Jahresumsatz von ca. 300 Mio. €, was einer Steigerung von 20% entspricht. Mittlerweile spürt man innerhalb der MAFA eine große Aufbruchstimmung, die selbst im Geschäftsbereich Automotive angekommen ist. Mit dem Wandel in der Antriebstechnik, speziell von kleinen mobilen Verbrennungsmotoren, wurde der Markt für den Geschäftsbereich Automotive bisher als rückläufig eingestuft. Aber gerade in diesem Bereich planen wir hohe Investitionen und einen Kapazitätsaufbau,um mit dem neuen Produktportfolio der hochpräzisen Bauteile weiter wachsen zu können.

Worauf gründet sich der Optimismus bei der MAFA?
Konrad Grimm: Die MAFA hat den notwendigen Strukturwandel, aufgrund des technologischen Wandels der Verbrennungsmotoren im kleineren mobilen Sektor, erkannt. Die Beschäftigten und der Betriebsrat haben das Management bei den Transformationsmaßnahmen unterstützt und mitgestaltet. Wir haben deshalb unsere Firmenphilosophie überdacht und zukunftsfähig ausgerichtet. Auf eine bessere Einbindung unserer Beschäftigten, verbesserte Kommunikation, effektivere Zusammenarbeit, aber auch auf die gegenseitige Wertschätzung wurde eine hohe Priorität gelegt. Mit neuen Programmen wie „MAFA MOVE“, „MAFA GOES GREEN“ und auch der neugestalteten Außendarstellung, haben wir unsere ’Schlagkraft‘ stark verbessert. Mit den Beschäftigten konnten wir unsere Attraktivität als Firma mittlerweile bei den etablierten, aber auch bei den neuen Kunden deutlich erhöhen. Allein im Geschäftsjahr 2022 wurden wir von unseren Kunden mit 7 Awards ausgezeichnet, u.a. erhielten wir als weltweit bester Lieferant, bei großen Motorenkunden, über allen bewerteten Kategorien eine Anerkennung. Unsere Ausschussquote hat sich letztes Jahr gegenüber den Vorjahren nahezu halbiert, unsere Lieferzuverlässigkeit liegt bei vielen Kunden bei 100%.

Was erwarten Sie für die MAFA in den nächsten Jahren?
Konrad Grimm: Bei aller Euphorie dürfen wir natürlich nicht vergessen, dass wir uns ständig weiter entwickeln und verbessern müssen. Stillstand bedeutet Rückschritt. Um sich im internationalen Wettbewerb behaupten zu können, braucht man auch den unternehmerischen Mut und Beschäftigte, die Veränderungen offen gegenüberstehen. Wir haben als Firma große Zukunftspläne: Mit neuen Gebäuden wollen wir unsere Ausbildungskapazität ab 2025 verdoppeln. Ein neues modernes Betriebsrestaurant mit einer Außenterrasse, soll den Beschäftigten ab Ende 2024 zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wollen wir mit weiteren Investitionen in Maschinen und Anlagen ein gesundes und profitables Wachstum in allen Geschäftsbereichen generieren. Dazu benötigen wir weiterhin gute und zuverlässige Mitarbeiter, die uns dabei unterstützen. Über unsere neu gestaltete Internetseite, in unserem Bewerberportal, suchen wir kontinuierlich neue Mitarbeiter für unser geplantes Wachstum.

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