Presseartikel - Schwäbische Post 24.03.2007

ALFING KESSLER /
Erweiterung für 75 Millionen Euro beschlossen

"Ein Gewinn für alle"


Nur gut gelaunte Beteiligte waren auf der gestrigen Pressekonferenz bei Alfing zu sehen: Die Geschäftsleitung ist froh, dass die Weltmarktführerschaft bei Großkurbelwellen gesichert wird und die Belegschaftsvertreter freuen sich über 200 neue, auf Dauer sichere Arbeitsplätze.

AALEN  Die Erweiterung der Produktionsflächen um über 18 000 Quadratmeter kommt nun in Aalen-Wasseralfingen (siehe auch Regionale Wirtschaft Seite 7). Dazu war in den vergangenen Wochen im Eilverfahren ein Bebauungsplan für die in Landesbesitz befindliche Gemarkung Appenwang (wir berichteten) beschlossen worden. "Die Vermittlung von Landrat Klaus Pavel und der unbürokratische Einsatz der kommunalen Gremien und der Verwaltung leistete zur Entscheidung für Aalen und gegen Magdeburg einen wichtigen Beitrag", sagte Alfing-Geschäftsführer Alexander Leon. Und Aalens OB Martin Gerlach kommentierte in einer Stellungnahme: "Es ist ein Tag der Freude für die Stadt und die Region. Wir haben unsere Stärken in die Waagschale geworfen und uns im harten Standortwettbewerb behauptet."

Die Vertreter der Arbeitnehmer, Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz Grein, und Jugendvertreterin Nadja May konnten erhobenen Hauptes die ausgehandelte Vereinbarung der Belegschaft in einer Versammlung präsentieren. Diese sieht eine erfolgsabhängige Beteiligung der Mitarbeiter vor. Im Gegenzug verpflichteten sich die Arbeitnehmer zu flexibleren Arbeitszeiten und zur Schaffung eines über zusätzliche Arbeitszeit finanzierten Altersvorsorge-Bausteins. So konnte gemeinsam mit dem IG-Metall-Bevollmächtigten Roland Hamm und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall eine Rahmenbetriebsvereinbarung geschlossen werden, die die Kosten am Standort Wasseralfingen senkt. Grein sprach von einer "Win-Win-Situation". Nadja May bestätigte: "Bis 2015 werden alle Auszubildenden und Studenten ohne Befristung übernommen und noch mehr Auszubildende werden eingestellt."
Derweil macht sich die Personalabteilung der Maschinenfabrik Gedanken, wie sie die neuen Stellen besetzt. Personalleiter Rolf Abt sprach von Umschichtungen und internen Weiterbildungen sowie das Nachbesetzen durch "Personen mit artverwandten Berufsbildern", die in der Lehrwerkstatt geschult würden. Mittelfristig werde die Ausbildungsquote erhöht, der Kontakt zu Schulen und die Präsenz auf Ausbildungsmessen erhöht.
Sascha Kurz



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