Wie Funde aus der heutigen Türkei oder Ausgrabungsberichte von der Mosel belegen, verwendeten bereits die Römer seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. das Prinzip der Kraftübertragung durch Kurbelwellen.
Sie kamen hauptsächlich in Steinsägemaschinen zum Einsatz.
Für den spätmittelalterlichen Bergbau im deutschen Erzgebirge wurde die sogenannte „Kunst mit den krummen Zapfen“ entwickelt.
Um das Wasser aus den immer tiefer vorangetriebenen Stollen pumpen zu können, benötigte man leistungsfähige Hebemaschinen. Dabei wurde ebenfalls auf das Prinzip der Bewegungsumwandlung zurückgegriffen. Die am Wasserrad angebrachte Kurbelwelle versetzte das senkrecht angeordnete Pumpengestänge in eine Auf- und Abbewegung, wodurch die Flüssigkeit in die Höhe stieg.
Mit der Erfindung der Dampfmaschine konnte die Richtung des Bewegungswandels umgekehrt werden. Aus der linearen Bewegung des dampfgetriebenen Kolbens ergab sich nun die Kreisbewegung des Schwungrads. 1825 wurde dieses Prinzip zum ersten Mal durch den Engländer George Stephenson verkehrstechnisch mit Erfolg umgesetzt. Indem er die von der Dampfmaschine erzeugte lineare Bewegung des Kolbens auf die Kurbelwelle des sogenannten Treibradsatzes einer Lokomotive übertrug, kam diese in Fahrt.
Bis zum Einsatz der Kurbelwelle in Verbrennungsmotoren sollten allerdings noch weitere 50 Jahre vergehen.
Seit 1911 ist das Produkt Kurbelwelle die wesentlichste Konstante in der 100jährigen Geschichte von ALFING. Deren Herstellung ist zentraler Gegenstand der Firmenaktivitäten. Sie ist trotz aller Weiterentwicklungen eine unverzichtbare mechanische Komponente für Otto- und Dieselmotoren und kann durch andere Techniken nicht substituiert werden. Die Rohteile für Großkurbelwellen werden in der ALFING Schmiede hergestellt. Aus der Notwendigkeit heraus, die Dauerfestigkeit der Kurbelwelle ständig zu steigern, haben wir parallel zur Induktionshärtetechnologie auch die passenden Maschinen dazu entwickelt.